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Thursday, July 9, 2020

Hauptsache billig: Edeka schießt in offenem Brief gegen Aldi und Lidl - inFranken.de

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Lidl und Aldi befinden sich zu jeder Zeit in einem Konkurrenzkampf. In dessen Zentrum steht das jeweilige Image gegenüber den möglichen Kunden. Wer hat die tieferen Preise? Wer hat die meisten Schnäppchen? Wo gibt es das beste Angebot?

In regelmäßigen Abständen liefern sich die Marketing- und Kommunikationsabteilungen der beiden Discounter einen Schlagabtausch. 

Update vom 10.07.2020, 6.30 Uhr: Edeka mit öffentlichem Brief gegen Lidl und Aldi

Überraschende Wendung im Kampf der Rabatt-Giganten: Ein dritter Konzern hat sich in den Preiskrieg zwischen Aldi und Lidl eingeklinkt. Seit der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent geht es bei Aldi und Lidl nur noch darum, wer im Wettrennen um den niedrigsten Preis am besten abschneidet.  In einem offenen Brief wendet sich jetzt Edeka gegen die beiden Discounter.

Dabei kritisiert Edeka scharf das extreme Preisdumping in deutschen Supermärkten: "Der Discount sorgt gerade in Deutschland dafür, dass viele Lebensmittel so günstig wie kaum woanders sind." "Im Vergleich scheint immer derjenige besser abzuschneiden, der den jeweiligen Warenkorb zusammengestellt und die entsprechende Werbeanzeige geschaltet hat", spottet Edeka.

Dagegen wirbt Edeka mit Qualität und Vielfalt. Der Preis für ein Produkt sei nicht das alleinige Kriterium. "Wir können nicht nur günstig. Wir können mehr! Keiner bietet so viele Alternativen wie wir." Im Brief heißt es, dass bis zu 50.000 Produkte im Sortiment der Supermarkt-Kette befänden. Am offenen Preiskampf wolle man sich jedoch nicht beteiligen.

Preiskampf bei Lidl und Aldi

In der Dienstag-Ausgabe (7. Juli 2020) der Bild wurde eine Printanzeige veröffentlicht. Auf Seite 3 und 5 prangt die Veröffentlichung. watson berichtet darüber. Darauf ist eine Comic-Frau zu sehen, die nach einer Königin aussieht und vor einem Spiegel steht. Die Szene ähnelt dem Märchen von Schneewittchen. Denn: Die Dame fragt sich, wer der Billigste im Land sei. Auf ihrem Kopf ist eine Krone, mit minimal verfälschten Logos von Aldi Süd und Aldi Nord, zu erkennen. Die Königin soll ein Sinnbild für Aldi sein, heißt es. 

Im Spiegel ist das Lidl-Logo zu erkennen. Somit dürfte klar sein, wer die Anzeige in der Bild geschaltet hat: Lidl. Zwei Seiten weiter wird die Abwandlung des Schneewittchen-Märchens aufgeklärt. An dieser Stelle ist ein Einkaufswagen mit gängigen Produkten zu sehen, das Bild ähnelt einem Wocheneinkauf. Darunter ist unter anderem ein Salatkopf, ein Joghurteimer oder Orangensaft zu sehen. Direkt daneben heißt es: "Bis zu 11.07 Euro günstiger - 92.39 Euro."

Unmittelbar daneben sind Preisangaben des Wocheneinkaufes bei "Aldi Nord" (103,46 Euro) und "Aldi Süd" (102,39 Euro) zu sehen. Dieser Preisvergleich geht auf eine Erhebung in ausgewählten Lidl- und Aldi-Filialen zurück. Im Kleingedruckten der Zeitungsseite ist aufgeführt, um welche es sich handelt. Lidl reagiert auch öffentlich und nennt die Filialen Stuttgart und Magdeburg als Erhebungsorte. 68 Artikel seien in den Preisvergleich miteinbezogen worden, so Lidl. 

Lidl schlägt zurück: Aldi provozierte zuerst

Die Werbeaktion von Lidl ist tatsächlich den Konter auf eine Aldi-Provokation. Der Discounter aus Essen (NRW) hatte Anfang der Woche einen Prospekt in den Umlauf gebracht, worin ein Einkauf bei Aldi mit Einkäufen bei Konkurrenten wie REWE, Edeka oder Lidl preistechnisch verglichen wurde. Das Ergebnis: Natürlich bot ein Aldi-Einkauf den niedrigsten Preis mit 97,30 Euro - der Lidl-Einkauf kostete zum Beispiel 99,75 Euro. 

Aldi schaltet auch ganz gezielt in sozialen Netzwerken Beiträge, wie beispielsweise eine Umfrage auf Facebook, die danach fragt, ob Kunden lieber "woanders zu viel zahl'n" oder eben "bei Aldi spar'n". 

Mehrwertsteuersenkung als Anlass für Rabattschlacht der Discounter 

Hintergrund der Werbeaktionen der beiden Discounter ist die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung. Diese ist Teil des Corona-Konjunkturpakets. Dabei gibt es verschiedene Steuersätze für Produkte. 

Die Discounter versuchen sich dabei mit niedrigen Preise und Aktionen zu überbieten. Doch welcher Supermarkt ist eigentlich der günstigste? inFranken.de hat den Preisvergleich zwischen Discountern gemacht - vor dem Hintergrund der Mehrwertsteuersenkung. 

Neben den Discountern rüsten sich auch mehrere Autohersteller für eine Rabattschlacht durch die Senkung der Mehrwertsteuer: Welche Autos nun billiger werden. Ein anderer Aspekt der Autobranche ist die Kfz-Steuererhöhung. Dadurch werden bestimmte Wagen teurer für Verbraucher. 

tu




July 10, 2020 at 12:02PM
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